Rückmeldung von Gibis-Ringen

Ring an einem Fasan gefunden – was tun?

Sie haben gerade einen Fasan oder ein Rebhuhn mit einem Ring am Ständer erlegt. Dieser Ratgeber sagt Ihnen in zwei Minuten, um welche Art von Ring es sich handelt und wem Sie ihn melden.

Welche Art von Ring?

Ring mit eingravierter Adresse: MNHN-Programm oder Jagdverband

Ein Ring mit eingravierter Adresse („MUSEUM PARIS“, „FNC“ …) und Nummer, oft aus blankem Metall, gehört zu den offiziellen wissenschaftlichen Beringungsprogrammen des MNHN (Nationales Naturkundemuseum in Paris) oder zum Monitoring der Jagdverbände. Er wird nicht hier gemeldet, sondern auf bagues.chasseurdefrance.com (auf Französisch), dem Meldedienst der französischen Jägerschaft für diese Ringe.

Farbiger Aluminiumring oder Flügelmarke aus Kunststoff: ein Zuchtring

Ein Fußring aus farbigem Aluminium (orange, grün, blau, gelb … oder naturfarben) mit Nummer, aber ohne eingravierte Adresse, oder eine nummerierte Flügelmarke aus farbigem Kunststoff ist eine Züchtermarkierung. Ein Wildzüchter hat sie vor dem Auswildern angebracht. Stammt der Vogel aus der Wildzucht Gibis (Chatte, Isère, Frankreich), ist diese Website die richtige Adresse: bagues.gibis.fr. Sie sind sich über die Herkunft nicht sicher? Melden Sie den Ring trotzdem: Gehört er nicht zu uns, wird er einfach aussortiert – ohne Folgen für Sie.

In 3 Schritten melden

  1. Ring fotografieren. Ein scharfes Foto, am Ständer oder abgenommen. Läuft die Nummer rund um den Ring, machen Sie zwei oder drei Aufnahmen: Die automatische Erkennung setzt sie zusammen.
  2. Nummer, Wildart und Gemeinde prüfen. Die erkannte Nummer ist bereits eingetragen; korrigieren Sie sie bei Bedarf und wählen Sie die Wildart und die Gemeinde, in der der Vogel erlegt wurde. Name, Telefon und E-Mail sind freiwillig – hinterlassen Sie eine E-Mail-Adresse, wenn Sie Ihre Fotos und ein Dankeschön erhalten möchten.
  3. Absenden, auch ohne Netz. Sie müssen bagues.gibis.fr nur einmal mit Netzverbindung geöffnet haben. Bestätigen Sie. Im Wald ohne Empfang wartet die Meldung auf Ihrem Handy und geht von selbst raus, sobald Sie wieder Netz haben.

Jetzt Ring melden

Was mit Ihrer Meldung geschieht

Ihre Meldung geht an die Fédération départementale des chasseurs (FDC), den Jagdverband des betreffenden Départements, der sie prüft und bestätigt. Anschließend wird sie der Auswilderung zugeordnet, aus der der Ring stammt: Die ACCA (behördlich anerkannte kommunale Jagdvereinigung) oder das Revier, das den Vogel ausgewildert hat, sieht Datum, Gemeinde und zurückgelegte Entfernung – niemals Ihre Identität.

Nur bestätigte Meldungen fließen in die öffentliche Statistik ein. Sie ist anonym: kein Ortsname, keine Ringnummer, kein Jäger. Die feinste öffentliche Ebene ist das Département.

Warum melden?

Jeder Ringfund ist ein Datenpunkt: Er zeigt, wie lange der Vogel nach dem Auswildern überlebt hat und wie weit entfernt er erlegt wurde. Zusammengenommen ergeben diese Meldungen die Wiederfundrate und die Abwanderung je Revier – die beiden Kennzahlen, die Jagdverbände und ACCA brauchen, um den Erfolg einer Auswilderung zu beurteilen und die nächste anzupassen.

Für den Züchter ist es zudem die einzige Rückmeldung aus dem Revier über die Qualität seiner Vögel. Eine Meldung dauert keine zwei Minuten; ohne sie geht die Information mit dem Ring verloren.

Siehe auch